Doswidanja, Spezialoperation

Liebe:r Leser:in,
Trump macht mal wieder Trump-Dinge.
Obwohl der komplette NATO-Gipfel in Ankara auf die Launen des US-Präsidenten ausgerichtet wurde, hat dieser es wieder einmal geschafft, für Chaos in der Allianz zu sorgen: Grönland erneut für sich beansprucht, Spanien beleidigt und das Abkommen mit dem Iranaufgekündigt. Den Kreml dürfte es freuen, befeuert er doch genau diese Spannungen innerhalb der Allianz.
Auch in der deutschen Desinfo-Bubble steht der NATO-Gipfel im Fokus. In Verbindung mit dem neuen Haushaltsentwurf der Bundesregierung wird so aktuell vor allem vor Aufrüstung und Eskalation gewarnt. Insbesondere Finanzminister Klingbeil steht mit seinem Zitat “Man kann sich gegenüber Putin nicht mit der Schwarzen Null verteidigen” im Fokus von Angriffen. Die altbekannte “Argumentation”: Die Regierung mache Schulden für Krieg, Aufrüstung und die Ukraine, kümmere sich gleichzeitig aber nicht um das eigene Volk.
Genau auf solche Narrative zielt natürlich auch Moskau ab – ganz aktuell mit einer neuen Rhetorik zur “Spezialoperation” in der Ukraine. Während die Verwendung des Begriffs “Krieg” in Russland bislang eine Strafverfolgung nach sich zog, benutzt der Kreml diesen nun selbst. Schuld daran ist natürlich der Westen: “Die ‘spezielle Militäroperation’ hat sich in einen Krieg verwandelt, weil westliche Länder sich in den Konflikt eingemischt haben”, soKreml-Sprecher Peskow.
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Was diese rhetorische Wendung des Kremls bedeutet, ordnet Militärexperte Markus Reisner ein.
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Wie der Propagandasender RT EU-Sanktionen – und auch ein unlängst bestätigtesVerbot in Deutschland – umgeht und weiterhin ein Millionenpublikum erreicht, beschreibt NewsGuard.
RT ist hier zwar noch nicht auf der Quellenliste, dafür aber rechtsalternative Medienportale wie NIUS und Junge Freiheit: Die AfD hat mit “Alternita Studio” nun ihre eigene Propaganda-KI gebaut, die auf Basis ausgewählter Quellen mit einem Klick maßgeschneiderte Social-Media-Posts bereitstellen soll.
Mit dieser Ausgabe verabschieden wir uns nun zumindest teilweise in die Sommerpause, bis Anfang September erscheint das Desinformationsbriefing im zweiwöchigen Rhythmus.
Mit den besten Grüßen
Hannah Schimmele
Dieser Text ist zuerst im wöchentlichen Desinfo-Briefing als Editorial erschienen. Wenn Sie das Briefing mit den neuesten Hintergründen und Analysen rund ums Thema Desinformation erhalten wollen, abonnieren Sie es gerne hier.
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